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Darmspiegelung mit Sedierung in Wien 1160: Ablauf, Sicherheit und was Sie wissen sollten

Dr. Weiner, Darmspiegelung

Kurz zusammengefasst

In unserer Ordination gehört die Sedierung bei der Koloskopie zum üblichen Ablauf, sofern sie medizinisch geeignet ist. Wir setzen individuell dosiertes Propofol ein, bei Bedarf in Kombination mit Midazolam, und überwachen durchgehend die Sauerstoffsättigung und Blutdruck, bei individueller medizinischer Indikation zusätzlich per EKG. Bei einer als Kassenleistung durchgeführten Gastro- oder Koloskopie entstehen für die Sedierung keine zusätzlichen privaten Kosten.

Die Sorge vor Schmerzen ist der häufigste Grund, warum Patientinnen und Patienten eine Darmspiegelung vor sich herschieben, dabei ist die Koloskopie die wirksamste Methode, um Darmkrebs frühzeitig zu erkennen oder durch die Entfernung von Polypen sogar zu verhindern. In unserer Ordination erleben wir immer wieder, dass diese Sorge unbegründet ist: Mit einer individuell angepassten Sedierung verläuft die Untersuchung für die meisten Patientinnen und Patienten praktisch unbemerkt. Im Folgenden erklären wir, wie das im Detail abläuft, welche Medikamente wir einsetzen und was Sie vor und nach der Untersuchung beachten sollten.

Sedierung statt Vollnarkose

Was viele Patientinnen und Patienten umgangssprachlich als „Narkose bei der Darmspiegelung“ bezeichnen, ist medizinisch in aller Regel eine Sedierung, keine klassische Vollnarkose. Dabei erhalten Sie über einen venösen Zugang Medikamente, die Sie entspannen und in einen schlafähnlichen Zustand versetzen. Von der eigentlichen Untersuchung bekommen die meisten Patientinnen und Patienten dadurch wenig bis nichts mit; die für eine Vollnarkose typischen anästhesiologischen Maßnahmen sind für eine ambulante Koloskopie in aller Regel nicht erforderlich.

In unserer Ordination gehört die Sedierung bei Magen- und Darmspiegelungen zum üblichen Ablauf, sofern medizinisch nichts dagegenspricht und Sie keine Untersuchung ohne Sedierung wünschen. Angst vor Schmerzen soll kein Grund sein, eine notwendige Darmspiegelung aufzuschieben – deshalb besprechen wir die Sedierung vor jeder Untersuchung individuell: Gesundheitszustand, Vorerkrankungen, die geplante Untersuchung sowie persönliche Erfahrungen oder Ängste fließen in die Entscheidung ein. Ein starres Schema mit derselben Dosierung für jeden Patienten gibt es bei uns nicht.

Auch die aktualisierte S3-Leitlinie „Sedierung in der gastrointestinalen Endoskopie“ der DGVS (AWMF-Registernummer 021/014, Stand 2023) sieht die Sedierung als festen Bestandteil moderner Endoskopie und empfiehlt, Patientinnen und Patienten vor der Untersuchung über die Optionen mit und ohne Sedierung sowie über deren Vor- und Nachteile aufzuklären.

Individuell dosiert: Propofol und Midazolam

Für die Sedierung setzen wir je nach Situation Propofol allein oder Propofol in Kombination mit Midazolam ein. Propofol ist ein kurz wirksames, gut steuerbares Medikament, das in der gastrointestinalen Endoskopie breit eingesetzt wird: Es wirkt bereits nach rund 30 bis 45 Sekunden, und nach einer kurzzeitigen Anwendung sind Patientinnen und Patienten laut aktueller DGVS-Leitlinie in der Regel schon nach 5 bis 10 Minuten wieder ansprechbar – einer der Gründe, warum sich Propofol für ambulante Untersuchungen so gut eignet. Midazolam gehört zur Gruppe der Benzodiazepine und kann ergänzend zum Einsatz kommen. Welche Variante für Sie geeignet ist, entscheiden wir nicht pauschal, sondern individuell – eine angenehme Untersuchung muss immer mit einer sicheren, angemessenen Sedierung einhergehen. Einen Überblick zum gesamten Ablauf finden Sie auf unserer Koloskopie-Leistungsseite.

Wie sich die Untersuchung unter Sedierung anfühlt

Bei einer Koloskopie führt Dr. Weiner ein flexibles Endoskop vorsichtig durch den Dickdarm. Ohne Sedierung können die Bewegung des Geräts, das Passieren einzelner Darmabschnitte und die Entfaltung des Darms als Druck, Blähungsgefühl oder Schmerz empfunden werden. Unter Sedierung nehmen die meisten Patientinnen und Patienten davon wenig bis nichts wahr.

In der täglichen Praxis erleben wir regelmäßig, dass die Sorge vor der Untersuchung größer war als die tatsächliche Belastung, viele sind im Nachhinein überrascht, wie unkompliziert die Koloskopie verlaufen ist. Gerade für Menschen mit ausgeprägter Angst oder unangenehmen Vorerfahrungen kann die Sedierung einen spürbaren Unterschied machen.

Manche Patientinnen und Patienten möchten dennoch bewusst wach bleiben und vertragen die Untersuchung ohne Sedierung gut. Auch das ist grundsätzlich möglich, bei uns wird nicht automatisch dasselbe Vorgehen für jeden gewählt, sondern Untersuchung und Sedierung individuell besprochen. Auch die aktuelle europäische ESGE/ESGENA-Leitlinie zur Sedierung in der gastrointestinalen Endoskopie (2026) empfiehlt, Patientinnen und Patienten je nach persönlicher Präferenz die Option einer Koloskopie oder Gastroskopie ohne Sedierung anzubieten.

Überwachung und Sicherheit während der Sedierung

Auch eine alltägliche Sedierung ist eine medizinische Maßnahme, die entsprechende Überwachung erfordert. In unserer Ordination werden während der Sedierung die Vitalparameter kontrolliert – standardmäßig Sauerstoffsättigung per Pulsoxymetrie, je nach individueller Situation bzw. medizinischer Indikation zusätzlich ein EKG. Genau dieses Monitoring fordert auch die aktuelle DGVS-Leitlinie als Mindeststandard für sedierende Maßnahmen in der gastrointestinalen Endoskopie. Nach der Untersuchung bleiben sedierte Patientinnen und Patienten zunächst unter Beobachtung, bis sie sich ausreichend erholt haben.

Völlig risikofrei ist eine Sedierung dabei nicht: Sedierende Medikamente können Atmung, Sauerstoffsättigung und Kreislauf beeinflussen, genau deshalb dosieren wir individuell und überwachen die Vitalparameter durchgehend. Vor der Untersuchung sollten uns relevante Vorerkrankungen, regelmäßig eingenommene Medikamente, Allergien sowie frühere Probleme bei Sedierungen oder Narkosen bekannt sein – das gilt besonders bei ausgeprägten Herz- oder Lungenerkrankungen. Das individuelle Risiko besprechen wir im Rahmen der ärztlichen Aufklärung vor der Untersuchung.

Wie sicher eine fachgerecht durchgeführte Sedierung im Regelfall ist, zeigt die multizentrische ProSed-2-Studie, ausgewertet im Rahmen der aktualisierten DGVS-Leitlinie: Bei rund 368.000 untersuchten gastrointestinalen Endoskopien lag die Rate schwerer Komplikationen bei nur 0,01 Prozent – ein Beleg für den Stellenwert von individueller Dosierung und durchgehendem Monitoring.

Diagnose und Vorsorge in einem Schritt

Bei der Darmspiegelung untersucht Dr. Weiner die Schleimhaut des Dickdarms sorgfältig mit einem flexiblen Endoskop. Dabei lassen sich unter anderem Entzündungen, Blutungsquellen, Divertikel, Polypen oder andere Schleimhautveränderungen erkennen. Ein zentraler Vorteil der Koloskopie: Sie ist nicht nur diagnostisch. Polypen können häufig unmittelbar während derselben Untersuchung entfernt werden – relevant für die Darmkrebsvorsorge, da sich ein Teil der Darmkrebserkrankungen über Jahre aus zunächst gutartigen Polypen bzw. Adenomen entwickelt. Falls erforderlich, entnehmen wir zusätzlich Gewebeproben zur histologischen Untersuchung.

Laut Statistik Austria erhielten 2023 in Österreich 4.690 Menschen die Diagnose eines bösartigen Tumors im Dick- oder Enddarm – die Erkrankung zählt damit weiterhin zu den häufigsten Krebsdiagnosen im Land.

Genau deshalb empfiehlt die S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom (AWMF-Registernummer 021-007OL) bei unauffälligem Befund eine Kontroll-Koloskopie spätestens alle zehn Jahre – bei früher entdeckten Polypen entsprechend früher. Mehr zu Vorsorge- und Diagnostik-Untersuchungen in unserer Ordination lesen Sie hier.

Gastroskopie und Koloskopie an einem Termin

Wenn sowohl eine Magen- als auch eine Darmspiegelung medizinisch sinnvoll sind, bieten wir beide Untersuchungen an einem gemeinsamen Termin an – ein wichtiger organisatorischer Vorteil für viele Patientinnen und Patienten. Gastroskopie und Koloskopie führen wir dann direkt hintereinander durch, ein zweiter Termin entfällt. Die Sedierung erfolgt im Rahmen des gemeinsamen Termins, ebenso die anschließende Erholungsphase. Für Sie bedeutet das weniger organisatorischen Aufwand und nur einen Tag, an dem Sie aufgrund der Sedierung nicht selbst Auto fahren dürfen.

Wer sowohl Beschwerden im oberen Verdauungstrakt als auch eine Indikation zur Koloskopie hat, kann bei entsprechender medizinischer Indikation Gastroskopie und Koloskopie in unserer Ordination in Wien 1160 am selben Termin durchführen lassen.

Kosten: keine private Zuzahlung für die Sedierung

Bei diesem Thema besteht bei Patientinnen und Patienten häufig Unsicherheit. In unserer Kassenordination (alle Kassen) entstehen Kassenpatientinnen und Kassenpatienten bei einer als Kassenleistung durchgeführten Gastro- oder Koloskopie für die Sedierung keine zusätzlichen privaten Kosten; sie wird nicht als gesonderte kostenpflichtige Komfortleistung verrechnet.

Für eine Vorsorgekoloskopie im Kassensystem ist grundsätzlich eine ärztliche Zuweisung erforderlich; die Kosten der Untersuchung selbst übernimmt der Krankenversicherungsträger (gesundheit.gv.at). Zur Qualitätssicherung hat die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) gemeinsam mit dem Dachverband der Sozialversicherungsträger das Projekt „Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge“ (öggh.at) ins Leben gerufen.

Vorbereitung und Nachsorge

Eine gründliche Darmreinigung ist für die Aussagekraft der Koloskopie entscheidend, nur bei sauberem Darm lassen sich auch kleinere Veränderungen zuverlässig erkennen. Genaue Anweisungen zur Ernährung sowie zur Einnahme der Trink- bzw. Abführlösung erhalten Sie von uns vor dem Termin; einen ausführlichen Leitfaden zur Darmvorbereitung stellen wir Ihnen zusätzlich in einem eigenen Beitrag zur Verfügung. Auch bestehende Medikamente sollten vorab besprochen werden – bitte setzen Sie nichts eigenständig ab. Bei blutverdünnenden Medikamenten stimmen wir das weitere Vorgehen individuell mit Ihnen ab.

Nach der Koloskopie bleiben Sie zunächst in unserem Überwachungsbereich, bis Sie sich ausreichend erholt haben. Auch wenn Sie sich anschließend bereits wieder normal fühlen, können Reaktionsfähigkeit und Urteilsvermögen durch die Medikamente noch beeinträchtigt sein. Nach einer Sedierung dürfen Sie daher nicht selbst mit dem Auto nach Hause fahren, planen Sie bereits vor dem Termin eine Begleitperson ein.

Gut erreichbar: auch am Tag der Untersuchung

Weil Sie nach einer Darmspiegelung mit Sedierung nicht selbst Auto fahren dürfen, ist die gute öffentliche Erreichbarkeit unserer Ordination ein praktischer Vorteil. Das Chirurgie & Endoskopie Zentrum 1160 liegt im 16. Wiener Gemeindebezirk, in unmittelbarer Nähe der U6-Station Josefstädter Straße sowie der Straßenbahnlinien 2 (Brunnengasse), 33, 5 und 12. Nach der Erholungsphase können Sie sich abholen lassen oder gemeinsam mit Ihrer Begleitperson bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Taxi nach Hause fahren – eine Abholung mit dem eigenen Auto ist nicht zwingend erforderlich.

Darmspiegelung mit Sedierung in Wien 1160 Angst vor Schmerzen oder vor der Untersuchung sollte kein Grund sein, eine notwendige Darmspiegelung aufzuschieben. Im Chirurgie & Endoskopie Zentrum 1160 – OA Dr. Bernd Weiner, MBA – führen wir Gastroskopien und Koloskopien in unserer Kassenordination durch, die Sedierung wird individuell angepasst. Bei entsprechender medizinischer Indikation sind Magen- und Darmspiegelung auch gemeinsam an einem Termin möglich. Unsere Ordination ist mit der U6 sowie mehreren Straßenbahnlinien sehr gut öffentlich erreichbar. → Jetzt Termin vereinbaren

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Patienteninformation und ersetzt nicht die individuelle ärztliche Beratung und Aufklärung.

Fachliche Quellen:

Aktualisierte S3-Leitlinie „Sedierung in der gastrointestinalen Endoskopie“, DGVS, AWMF-Register-Nr. 021/014 (2023)

S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom, AWMF-Register-Nr. 021-007OL

• Sedation for gastrointestinal endoscopy: European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) and European Society of Gastroenterology and Endoscopy Nurses and Associates (ESGENA) Guideline. Endoscopy 2026; 58. DOI: 10.1055/a-2898-6540. Online veröffentlicht: 21.07.2026.

Statistik Austria – Krebserkrankungen (Krebsstatistik 2023)

Gesundheitsportal des Bundesministeriums – Koloskopie/Darmspiegelung

ÖGGH – Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge

OA Dr. Bernd Weiner, MBA

Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dr. Bernd Weiner studierte Medizin an der Medizinischen Universität Wien und absolvierte seine Facharztausbildung an der Chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Göttlicher Heiland Wien unter Prim. Dr. Viktor Grablowitz. Weitere Stationen führten ihn an die Universitätskliniken für Chirurgie in Heidelberg und am AKH Wien, bevor er als Oberarzt am Krankenhaus Göttlicher Heiland Wien jahrelang die Hernien- und Refluxchirurgie leitete. Heute ist er Gründer und Leiter des Chirurgie & Endoskopie Zentrums 1160 Wien mit den Schwerpunkten Hernien-, Reflux- sowie Viszeral- und Endoskopie-Chirurgie.

Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie (ÖGCH), der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH), der Deutschen Gesellschaft für Hernien- und Bauchwandchirurgie (DHG) sowie der Deutschen Hernia Care Gesellschaft (DHCH).

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